FAQ

Häufig gestellte Fragen zu Wohnungsgenossenschaften

Was versteht man unter dem genossenschaftlichen Gedanken?


„Was wir alleine nicht schaffen, das schaffen wir zusammen“: Nach dieser Leitidee schließen sich in einer Genossenschaft seit vielen Hundert Jahren Menschen zusammen, die ein gemeinsames Ziel verfolgen. Im Mittelpunkt steht dabei das demokratische Prinzip: Jedes Mitglied hat grundsätzlich die Möglichkeit, die Entscheidungen der Genossenschaft gleichberechtigt mitzubestimmen – unabhängig davon, wie groß sein Anteil an der Genossenschaft ist.

Was ist eine Wohnungsgenossenschaft?


Das satzungsmäßige Ziel von Wohnungsgenossenschaften ist es, seinen Mitgliedern bezahlbaren und sicheren Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus spielen aber auch soziale Dienstleistungen rund um die Immobilie eine Rolle: Betreutes Wohnen für ältere und behinderte Bewohner, Nachbarschaftstreffs, Einkaufshilfen, Mitgliederfeste und vor allem auch besondere Wohnungsangebote für junge Mitglieder und Familien.

Was bieten Wohnungsgenossenschaften insbesondere Auszubildenden, Studenten und jungen Familien?


Junge Menschen stehen erst am Anfang ihres Lebenswegs. Dennoch wollen sie sich entfalten und ihre Träume wahr werden lassen. Wohnungsgenossenschaften unterstützen sie bei ihren Zielen, etwa mit günstigen Mietmodellen auf Basis von Ratenzahlungen. Daneben stehen sie ihren Mitgliedern mit Rat und Tat zur Seite, wenn es in den eigenen vier Wänden hakt, klemmt, oder etwas stillsteht: Viele Genossenschaften bieten Reparatur- und Servicedienstleistungen, die vollkommen inklusive sind. Junge Familien profitieren von kinderfreundlichen Umgebungen mit Spielgeräten, Elterntreffs und flexiblen Umzugsmöglichkeiten.

Was unterscheidet Genossenschaften von privat vermieteten Wohnungen?


Genossenschaftliches Wohnen ist eine Mischform zwischen Miete und Eigentum. Die Mitglieder sind an der Genossenschaft beteiligt und werden dadurch etwas ähnliches wie Miteigentümer. Als Gegenleistung vermietet die Genossenschaft ihre Wohnungen an diese Mitglieder. Als Genossenschaftler ist man sozusagen „Mieter im eigenen Haus“. Diese genossenschaftliche Gemeinschaft fördert den Zusammenhalt und stellt sicher, dass Häuser und Wohnungen keine Spekulationsobjekte werden.

Wie werde ich Mitglied in einer Genossenschaft?


Mieter in einer Wohnungsgenossenschaft kann werden, wer Genossenschaftsanteileerwirbt und dadurch Mitglied wird. Der Anteil setzt sich zusammen aus einem Pflichtanteil, mit dem die Mitgliedschaft begründet wird und wohnungsbezogenen Anteilen, deren Anzahl in der Regel nach der Größe der Wohnung variiert. Wird die Mitgliedschaft beendet, zahlt die Genossenschaft die Beteiligung zurück.

Welche Vorteile habe ich als Genossenschaftsmitglied?


Mit der Anmietung einer Wohnung der Wohnungsgenossenschaft erhält jeder Mieter einen Dauernutzungsvertrag mit lebenslangem Wohnrecht. Kündigungen wegen Eigenbedarf gibt es also nicht. Genossenschaftsmitglieder haben zudem ein Mitbestimmungsrecht. Damit können sie in der Mitglieder- oder Vertreterversammlungüber die Zukunft der Gemeinschaft entscheiden. Genossenschaften orientieren sich an den Interessen der Mitglieder statt denen fremder Kapitalgeber. Das bedeutet faire Mieten, Investitionen in die Erhaltung der Wohnungen, in Gemeinschaftseinrichtungen und auch in den Neubau. Erwirtschaftete Überschüsse fließen direkt in die Genossenschaft und damit letztendlich an alle Mieter zurück.

Wohnen in Wohnungsgenossenschaften nicht nur alte Leute?


Ganz im Gegenteil! Wohnungsgenossenschaften sind eine Alternative für alle Generationen. Etwa speziell für junge Leute, die sich endlich nach den „eigenen vier Wänden“ sehnen – ganz egal ob allein, mit einem Partner oder gemeinsam mit Freunden. Im Bestand der Wohnungsgenossenschaften findet sich eine große Auswahl an Wohnungen in Uni-Nähe mit kurzen Wegen zum Studieren, Einkaufen und Leben, zudem WG-taugliche Wohnungen mit optimaler Zimmeraufteilung.

Wie kann ich mich in die Genossenschaft einbringen?


Als Mitglied hat man das Recht, sich an den Versammlungen der Genossenschaft, die regelmäßig stattfinden, zu beteiligen. Dort werden nicht nur Regularien, wie die Festsetzung des Jahresabschlusses abgearbeitet, sondern auch Dinge besprochen, die für die Genossenschaft und ihre weitere Ausrichtung wichtig sind. Große Genossenschaften haben Vertreterversammlungen. Die Vertreter werden von den Mitgliedern gewählt. Darüber hinaus bieten viele Genossenschaften ihren Mitgliedern die Möglichkeit, den Wohnalltag in ihrer Umgebung gemeinsam mit den anderen Mitgliedern eigenverantwortlich zu gestalten. Wer sich hier einbringt, kann auf Probleme aufmerksam machen, Ideen einbringen und so das genossenschaftliche Leben mitgestalten. Auf diese Weise können beispielsweise Spielplätze für Kinder entstehen, Freizeitangebote wie Sport- oder Gesellschaftstreffs organisiert oder Nachbarschaftsdienste vermittelt werden.

Was ist, wenn sich an meinen Wohnbedürfnissen etwas ändert?


Nichts ist beständiger als der Wandel. Deshalb lässt sich der Wohnraum individuell an die aktuellen Bedürfnisse anpassen. Müssen in eine Wohnung statt zwei plötzlich drei, vier oder fünf Menschen passen, ist ein unkomplizierter Umzug möglich. Viele Wohnungsgenossenschaften haben eigene Kindergärten, Spielplätze im Hof und spezielle Freizeitangebote für Kinder und Eltern.

Wie finde ich die richtige Genossenschaft vor Ort?


Der Genossenschaftsfinder hilft, die passenden Ansprechpartner in der Region zu finden.